Terrassenheizgerät CO²-neutral

Eben „flatterte“ wieder einer der Designmöbel-Kataloge in´s Haus. Schöne Sachen schaue ich immer gerne an. Und da das Wetter gerade wieder Lust auf´s Draußensitzen macht, bin ich hier stecken geblieben:

Ob dieses Modell gerade gefällt, sei hier offen gelassen. Mir drängte sich eine andere Frage auf. Die Dinger sind ja angenehm, aber 1.500 Watt einfach so über die Terrasse, den Balkon in den Wind zu entlassen? Geht das nicht auch CO²-neutral? Mit Gas jedenfalls nicht, mit Ökostrom lieber auch nicht (viel zu schade), aber vielleicht mit einer PV-Anlage. Also rechnen wir mal:

Im Winter brauchen wir solche Heizgeräte eher nicht. Im Sommer wird es warm genug sein. Aber in Frühjahr und Herbst spielen sie ihre Qualität aus. Sagen wir an drei Abenden pro Woche drei Stunden pro Abend. Also nehmen wir an: 3 Std/Abend x 3 Abende/Woche an 6 Monaten im Jahr. Das sind dann 1.500 Watt x 216 Stunden = 324.000 Wh (Wattstunden) = 324 kWh (Kilowattstunden) – die durch eine Photovoltaik-Anlage ersetzt werden sollen.

  • Vorher eine Einordnung: Mit etwa 350 kWh können wir ein Jahr lang, also 12 Monate lang, kochen und backen. Mit ca. 320 kWh betreiben wir ein Jahr lang zwei Gefrierschränke gleichzeitig. Ein modernes, energiesparendes Wohnhaus benötigt weniger als 35 kWh/m² im Jahr. Der Verbrauch unseres Terrassenheizgerätes könnte dem nach 10 m² Wohnfläche heizen, die gesamte Heizperiode lang. Gut, das mögen statistische Spielchen sein – sind aber …

Wie erreichen wir den jetzt die CO²-Neutralität? Ein „Balkonkraftwerk“, eine Stecker-PV-Anlage wäre eine Möglichkeit. Sie haben in der Regel rund 300 bis 350 Watt Leistung, was über das ganze Jahr gesehen knapp 300 kWh Ertrag liefert. Hm, reicht nicht ganz. Auch wird die gesamte Stromausbeute des Jahres, also von 12 und nicht 6 Monaten, benötigt, um am Ende des Jahres noch immer nicht ganz bei Null CO² auszukommen. Besser wären also zwei solcher Anlagen mit den maximal erlaubten 600 W.

Was so eine Stecker-Solarstrom-Anlage ist, ist bei der Verbraucherberatung gut beschrieben. Wir von altbau plus arbeiten gut mit den geschätzen Kollgen zusammen. Für Fragen in Aachen und der Städteregion stehen wir alle gerne zur Verfügung.

Die Solarmodule sind meist etwa 1,60 bis 1,80 m lang und 1 m breit. Sie brauchen nicht unbedingt am Balkongeländer befestigt zu werden, denn da sind sie nicht immer nur schön. Auch Stecker-Solar-Anlagen können auf den Dach oder an der Fassade angebracht werden. Sie dürfen halt nicht mehr als 600 Watt Leistung haben.

Im homeoffice?

Die letzten Monate haben viele ins homeoffice geschickt. Manchen gefällt das, haben gute Möglichkeiten zuhause zu arbeiten und möchten das auch dauerhaft tun.

Das verändert den Energieverbauch durch mehr Licht und Computerbetrieb und vielleicht fällt auch die Heizungsabsenkung wärend der bisherigen täglichen Abwesenheit weg. Es wird auch mehr gelüftet. Es lohnt sich, über die Energieeffizienz zuhause neu nachzudenken.

Die Energieagentur.NRW hat nützliche Energiespartips für das Arbeiten zuhause.

Das „altbau plus Energiefenster“

Seid März 2020 hat altbau plus e.V. das Energiefenster bei facebook geöffnet. Jetzt, im Januar 2021 startet es auch hier. Als nächsten werden Beiträge übertragen und eine Struktur geschaffen, die ein gezieltes Suchen möglich macht. Dann sollen etwa wöchentlich neue Energiespartipps hinzukommen.

In regelmäßigen Abständen gibt es Tipps und aktuelle Informationen zu den Themen:

– energetisches Sanieren
– barrierefrei Wohnen
– Wohnen im Alter
– ressourcenschonendes Sanieren

Wer facebook nutzt, findet das altbau plus Energiefenster hier oder direkt innerhalb von facebook: @altbauplus.energiefenster.

Das Energiefenster ist teil des 3% plus Projektes.