Solaranlage im Winter?

Was eine Frage! Das ist doch allgemein bekannt.

Wirklich? Dann schauen wir mal. Die Fotos sind zugegebener Maßen schlecht, aber erkennbar. Was zeigen Sie? Es sind die Werte einer 18 Jahre alten thermischen Solaranlage zur Warmwasserbeitung in Aachen-Haaren am 07. Januar 2023. Die Bilder zeigen die von der Heizung gemessene Außentemperatur von 10 °C und die in der Solarstation angezeigten Temperaturen in dem Kollektoren, 53 °C, und im Warmwasserspeicher, 45 °C. Die Kollektoren sind einfache Flachkollektoren, der Speicher ein 290 l Speicher.

So sieht es von außen aus. Die Ausrichtung der Kollektoren: ca. 45 ° Neigung, Himmelsrichtung Südwest.

Noch Fragen?
Gerne hier.

Korrektur: Zur Zeit der Messung waren nur zwei der drei Kollektoren auf dem Dach.

Da stimmt etwas nicht

Wenn das Thermometer 18 °C anzeigt, aber das Thermostatventil auf üppige 25 °C eingestellt ist, ist entweder das Ventil gerade erst hochgestellt, oder – wie hier – stimmt etwas entscheidendes an der Heizanlage nicht.

Die Heizung befindet sich im Dachgeschoss, der Heizkörper drei Stockwerke tiefer im Erdgeschoss. Die Heizung schickt 50 °C Vorlauftemperatur in den Heizkreis, der Heizkörper erreicht kaum mehr als 30 °C. Einen hydraulischen Abgleich hat es nie gegeben. Die Heizrohre sind vor den Wänden in Fußleisten verlegt, ungedämmt. Es macht Sinn, wenn sich Fachpersonal an die Arbeit macht.

Jetzt ist die Zeit – Teil 2

Wir haben gerade beste Vorausetzungen, um zu prüfen, ob eine neue Wärmepumpe im alten Haus eine Chance hat. Es ist anständig kalt, so wie es sich für die Jahrezeit gehört. Wie machen wir das?

Mit einer Wärmepumpe soll die Vorlauftemperatur der Heizung nicht höher als 50 °C eingestellt sein. Aber wird es damit auch bei Kälte noch ausreichend warm? Das können wir jetzt einfach überprüfen, in dem wir die Vorlauftemperatur an der vorhandenen Heizung auf 50 °C begrenzen, wie mit dem Bild gezeigt. Wird es noch warm, ist alles gut und der Einbau einer Wärmepumpe kann konkret überlegt werden.

Wird es nicht ausreichend warm, ist noch nichts verloren. Wir können überlegen, ob wir uns für die paar Tage wärmer anziehen. Der Energieberater kann ausrechnen ob bzw. wie groß die Heizkörper verändert werden können, um bei niedriger Temperatur besser zu heizen. Vielleicht reicht auch ein hydraulischer Abgleich der Heizkörper, so dass diese nun alle gleichmäßig warm werden können. Und das ist noch nicht alles.

In jedem Fall sollte der erste Schritt jetzt gegangen werden: Testen mit 50 °C Vorlauftemperatur.

Wir praktizieren das zuhause schon die gesamt Heizzeit diesen Winter. Und es klappt – im Jahrhundertwendehaus. Die Heizkörper sind auf drei gestellt (oder niedriger). Die Räume sind unterschiedlich 17 -19 °C warm. Nur das kleine Lese- und Fernsehzimmer ist abends auf 20 °C beheizt – nur abends. Und ja, ich gebe zu, warme Pullis sind etwas feines.

Rolladenkasten Dämmen

Die Frage kam in den letzten Tagen häufiger: „Wie kann ich meinen Rolladen dämmen? Es zieht durch hindurch.“ Das ist nicht einfach und einiges an „Frickelei“, die oft nur wenig befriedigend und dauerhaft ist. Wenn die Rolladen mit Hand, also durch einen Rolladengurt, bedient werden, gibt es ein Loch durch die Wand für den Gurt, durch das es immer ziehen wird, konstruktionsbedingt. Vermeiden lässt sich das nur durch einen elektrischen Betrieb. Mit Bequemlichkeit hat das in diesem Fall nichts zu tun.

Dieser neue Rolladenkasten (ein Muster) kann sowohl Außenjalousien als auch Rollden tragen. Es fällt auf, dass sorgfältig darauf geachtet wurde, keine Undichtigkeiten zu verursachen. Die Kunst ist nun der Einbau. Ohne Luftdichtigkeitsklebebänder zwischen Kasten und Wand geht das nicht. Nein, keine dauerelastischen Dichtstoffe, denn diese Fugen sind „Wartungsfugen“. Der Dichtstoff wird auf die Dauer spröde und rissig – wie an der Badewanne. Spätestens hier wird es schwierig beim Nachbessern.

Und auch die in der Regel vorhandenen Fugen des alten Rolladenkastens lassen sich nachträglich nur schwer dauerhaft abkleben. Der Untergrund muss staubfrei sauber sein, sonst klebt das Band nicht. Die Rollade muss ausgebaut werden. Wie kann die geöffnete Wartungslucke luftdicht wieder eingebaut werden? Das sind nur einige Punkte, die handwerklich beachtet werden wollen. Meist wird es besser sein, den vorhandenen Rolladenkasten auszutauschen.

So sehr viel Dämmung bleibt letztlich am Rolladenkasten nicht im Vergleich zu einer Zeitgemäßen Wanddämmung. Vielleicht ist es besser den Rolladenkasten „mit Wand“ zu schließen und eine neue, vorgebaute Rollade oder Jalousie zu installieren. Die waren früher wenig schön. Das hat sich aber längst geändert.

Jetzt ist die Zeit

um zu schauen, wo es Wärmebrücken gibt – außen Wärmebrücke, innen Kältebrücke. Nur ein Wortspiel? Nein. Dort wo außen Wärme sichtbar wird, tritt innenseitig Kälte auf. Hier ist es eine Innenwand zwischen beheizten Räumen. Das Gebäude war ein Lager, bevor es zur Wohnung Wohnung wurde. Das Dach wurde nur von unten gedämmt, offensichtlich unterschiedlich gut. Die Wand reicht bis unter die Dachdeckung. Das Ergebnis ist gut zu erkennen. Handwerklich ist das mangelhaft. In der Dämmebene und an der raumseitigen Wandobfläche besteht akute Schimmelgefahr.

Jetzt ist die Zeit, wo Thermografien gemacht werden. Das Bild auf unserer Titelseite zeigt eine solche. Diese Bilder zeigen wo Wärme von innen nach außen dringt. Eine weitere, einfache Methode Kältebrücken aufzuspüren ist das Messen von Wandoberflächentemperaturen im Innern des Gebäudes. Das gelingt einfach und günstig mittels Infrarot-Thermometern.

Fenster = Sonnenkollektor

Vielleicht braucht es nur ein wenig Bewusstheit für die kleinen, alltäglichen, so vertrauten Dinge, damit das Energiesparen besser klappt. Dabei hilft es, Gewohntes aus einem ungewohnten Blickwinkel zu betrachten. „Perspektivwechsel“ wird das im Coaching genannt. Also schauen wir mal:

Die Bilder zeigen einen thermischen Sonnenkollektor, eine Solarleuchte und ein manuelles Lüftungsgerät in Kombination mit einer steuerbaren Wärmedämmung, ein Multifunktionsgerät. Der Einfachheit nennen wir es Fenster, hier Südwestfenster.

Es lässt Wärme in das Zimmer, wenn die Sonne scheint und die Jalousie nicht zugezogen ist. Mit Letzterer kann auch die Beleuchtungsstärke geregelt werden, also der Stromverbrauch durch elektrische Lampen. Wenn die Sonne beginnt in das Zimmer zu scheinen wird es sofort wärmer. Das elektronische Termostatvenil regelt den Heizkörper unmittelbar herunter. Heizenergie wird gespart. Bleibt die Jalousie allerdings geschlossen, kommt der Glashauseffekt nur dem Raum zwischen Fensterscheibe und Sonnenschutz zu Gute. Im Sommer kann das angenehm sein. Im Winter ist das zumindest nicht sonderlich intelligent.

Abends, wenn die Sonne nicht scheint und es kühl wird, bildet sich bei geschlossener Jalousie ebenfalls ein wärmedämmendes Luftpolster. Jetzt ist es gewünscht. Das Zimmer bleibt länger warm. Richtig, das ist nicht sehr viel, aber auch nicht wenig und das summiert sich.

Jetzt im Herbst und später im Winter ist es wohltuend, in der warmen Mittagssonne eine Pause zu genießen. Hoffentlich morgen wieder.

Energie sparen in der Küche

Eine Meldung von gestern in der „Tagesschau“ zum UN-Klimagipfel: „Es geht einfach zu langsam vorwärts“. Das ist etwas Neues? Und ich soll jetzt hier darüber schreiben, dass beim Kochen ein Deckel benutzt werden kann, sollte. Wenn das wirklich nötig ist, verstehe ich die Klimakonferenz. Na denn, also los. Es wird interessanter als gedacht.

Beim Wasser kochen macht es Sinn einen Deckel auf den Topf zu setzen. Das Wasser kocht schneller, weil weniger Wärme nach oben verloren geht. Es ist auch hilfreich den Topf genau auf die heiße Stelle des Herde zu stellen und die, dem Topf angepasste, richtige Größe des Heizfeldes zu benutzten. Beim Umrühren verrutscht der Topf gerne, also immer wieder den richtigen Platz für den Topf kontrollieren. Das alles gilt übrigens nicht nur beim Wasserkochen. Ich, zum Beipiel, esse gerne Kartoffeln…

… Im normalen Topf dauert das Kochen gerne eine Dreiviertelstunde (0,75 h). Im Dampfdruckkochtopf dauert es nur noch zehn bis zwanzig Minuten (im Durchschnitt 0,17 h). Wenn die Herdplatte 1.800 Watt (W) Leistung hat, verbraucht das Kochen der Kartoffeln im Topf 1.800 W x 0,75 h = 1.350 Wh (Wattstunden). Für den Dampfdrucktopf sieht die Rechnung so aus: 1.800 W x 0,17 h = 306 Wh. Die Einsparung beträgt folglich 1.044 Wh. Bei einem Strompreis von 0,37 €/kWh (Achtung! kWh nicht Wh) entspricht das 3,86 €.

Wenn ich mir jetzt einen Dampfdruckkochtopf kaufe, kostet der im Schnitt etwa 120 € = 31 mal Kartoffeln kochen und sparen. Ich koche zweimal die Woche Kartoffeln. Nach 15,5 Wochen beginnt mein neuer Topf Geld zu verdienen. In den restlichen 36,5 Wochen des Jahres spare ich folglich weitere 281 €. Im nächsten Jahr sind es dann 401 €.

Für das nächste Jahr hat unser Stromversorger eine Preiserhöhung auf die o.g. 0,37 €/kWh angekündigt. Diese Mehrkosten entsprechen bei uns etwa der beschriebenen Einsparung durch den „Siku“. Dumm nur, dass wir den schon lange benutzen. Unser Dampfdrucktopf („Siku“) hält jetzt schon 25 Jahre. Wir könnten ja den Gaming-PC abschalten. Hm, den haben wir nicht, nie gehabt. LED-Glühbirnen haben wir auch schon lange überall. Stand-by-Geräte? Werden abgeschaltet. Weniger Wäsche waschen? Das warme Wasser kommt aus der Solaranlage.

Zurück zur Klimakonferenz: Ich kaufe seit mehr als 30 Jahren nur Ökostrom. Geht doch.

Die Blätter fliegen wieder

Pünktlich bevor das Herbstlaub die Bäume verässt, flatterten die jährlichen Reklamen ins Haus der diversen Händler der ebenso diversen Hersteller von so ziehmlich dem überflüssigsten Gartengerät, das es gibt: Laubsauger, -bläser, -häcksler.

2.600 W = 2,6 kW = 3,5 PS Leistung ist nur ein Beispiel. Power muss schon sein, sonst taugen die Dinger nichts. Ich bin auf einem 900 m² großen Grundstück mit ausgedehnten Rasenflächen aufgewachsen. Bäume gab es auch. Im Herbst haben die ihre Blätter abgeworfen, auf den schönen Rasen und in den Hof. Wir Kinder durften dann den Rasen mittels Rechen und Harke vom Laub befreien. Die Einfahrt und der Hof wurden mit dem Straßenbesen sauber gehalten – nicht nur im Herbst. Das Grundstück der Familie in der Eifel war weit größer. Auch dort wurden Rechen benutzt – nicht nur von den Kindern. Geschadet hat das niemand. Im Gegenteil, wenn wir schnell fertig werden wollten, war das Laubrechen bestes Ausdauertraining. Wer den Film „Karate Kid“ kennt, weiß wovon wir gerade reden.

Für eine 4-köpfige Familie wäre eine Photovoltaikanlage von 5 bis 6 kWp (Kilowattpeak = Maximalleistung) angemessen. Das entspricht rund der Verbrauchsleistung von zwei (2) Laub-Saugbläsern.

Einfacher und gesunder kann man/frau/kind nicht Energie sparen: Harke und Besen in die Hand und den Laubläser in etwas sinnvolles umbauen!

Nein, an dieser Stelle sei es egal, dass die Geräte mit bis zu 270 km/Std die Luft wegblasen oder ansaugen und dabei je nach Typ gerne 80 – 90 dB(A) Lärmproduzieren. Auch größere Kleintiere habe keine Chance dem integrierten Häckselwerk zu entgegen. Die das Gerät Bedienenden können gar nicht schnell genug reagieren, wenn sie denn wollten. Nein, darum soll es nicht gehen. Es soll ja ein Energiespartipp sein.

Ach ja, Laub braucht nicht gehäckselt werden. Es ist bestes Mulchmaterial für die Blumenbeete im Winter. Für den Kompost braucht es auch nicht zerkleinert werden. Für das Anlegen von Hochbeeten wird Laub benötigt, wie es vom Baum fällt.

Heizung vs. Kühlschrank

Das ist die Teeküche unseres Ladenlokals in Aachen-Brand. Die Arbeitsplatte mit der Spüle haben wir so mit gemietet, auch den Heizkörper darunter. Nun ist das sicher keine Küche in einer Wohnung. Folglich ist alles weniger dramatisch, als wir es jetzt darzustellen versuchen.

Es war sicher so gedacht, dass ein Kühlschrank nicht vor der Heizung plaziert wird, sondern links daneben. Dort ist ja auch die Steckdose. Dennoch stellt sich die Frage, ob an dieser Stelle die rückwärtige Belüftung des Kühlschrankes optimal gegeben wäre. Wir erinnern uns: hinten am Kühlschrank soll die Wärme, die seinem Innenraum entzogen wird, weggeführt werden. Eine gute Belüftung wäre hier folglich dienlich. Entweder der Kühlschrank wird klein genug gewählt, dass die Abstände ausreichend groß sind – das freut dann die z.B. Spinnen – , oder der Hängeschrank sollte tatsächlich aufgehängt und eine Entlüftungsöffnung Arbeitplatte integriert werden. Jetzt wäre eine elegante Einbaulösung möglich.

Die Heizung ist in jedem Fall ungünstig gelegen, aber manchmal müssen einfach Kompromisse gemacht werden. Die Teeküche braucht eh nicht besonders war geheizt werden.

Nun steht an der Stelle aber gar kein Kühlschrank. Hat die Heizung im Kampf um den besten Platz gewonnen? Ja, hat sie. Allerdings ohne ihr Zutun. Unser Laden wird in der Regel nur von einem Kollegen genutzt, der Milch im Kaffee trinkt, von mir. Ein Kühlschrank wäre ansich gar nicht schlecht, insbesondere weil ich keine Kaffeesahne mag. Einen ganzen Kühlschrank nur für ein wenig frische Milch betreiben?? Das geht mir dann doch zu weit. Entweder bringe ich mir meine Ration Milch täglich frisch von zuhause mit, oder ich kaufe H-Milch, ein Kompromiss mit dem ich persönlich leben kann. Außerdem habe ich das Teetrinken wieder entdeckt.